Logbuch Tag 4 - 5: Zwischen Storchenzauber, traumhaften Radwegen und Schleusen-Glück:
Schlösser, Störche und ein genialer Geheimtipp
Unsere Tour startete direkt in Lahde und führte uns zuerst über die historische << Büschingsmühle in Petershagen zum << Schloss Petershagen. Was für ein schöner Fleck Erde! Das Schloss hat seit einigen Jahren wieder geöffnet und wir haben uns einen Stopp im tollen Biergarten gegönnt – mit direktem Blick auf die Weserwiesen. Weiter ging es an Ovenstädt vorbei, mitten durch das Naturschutzgebiet. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Überall entlang des Weges reihte sich ein Storchennest an das nächste. Kombiniert mit den perfekt ausgebauten, traumhaften Radwegen war das einfach pure Erholung.
Ein kleines Highlight war die Überfahrt mit der Personenfähre << „Petra Solara“ rüber nach Windheim (ein echter Schnapper für gerade mal 2 € pro Person inklusive Rad). Drüben angekommen ging es direkt zum << Storchenmuseum im Haus Windheim No. 2. Das Museum steckt in einem wunderschönen, 300 Jahre alten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Das dazugehörige Café ist ein absoluter Traum – super gemütliche Sitzecken und unfassbar leckerer Kuchen! Insider-Tipp: Für Gruppen öffnen die Betreiber nach Absprache sogar außerhalb der regulären Zeiten.
Nach einer entspannten Pause an Bord haben wir uns abends noch mal kurz aufs Rad geschwungen, um im Kupfersaal im alten Bahnhof Petershagen zu essen. Die Küche dort ist ausgezeichnet, preiswert und der Laden ist auch ideal für Fahrradfahrer. Ein perfekter Tag!



Vom Schleusen-Angsthasen zum entspannten Schleusen
Heute hieß es dann wieder „Leinen los“ in Lahde. Vor uns lagen gleich zwei dicke Brocken: die Schleuse Petershagen und die Schleuse Schlüsselburg. Vom Ablegen beim MYC Lahde und dem Anlegen am Bootsanleger Schlüsselburg haben wir knapp 2,40 h gebraucht.
Und was soll ich euch sagen? Ich war dieses Mal viel, viel ruhiger! Wir haben beide Schleusen absolut tiefenentspannt bewältigt. Im Nachhinein frage ich mich wirklich, warum ich im Vorfeld so unglaublichen Respekt und fast schon Angst davor hatte. Es hat richtig Spaß gemacht!
Gegen 14 Uhr sind wir an unserem heutigen Etappenziel angekommen: dem Bootsanleger Stolzenau. Ein echter Geheimtipp! Man liegt hier wunderschön und das Bezahlen ist herrlich unkompliziert. Entweder geht man im Ort zur Tourist-Info oder man scannt ganz bequem den Code am Steg und zahlt per Park-App. Strom kann man auch abnehmen, einfach einen Euro in den Kasten werfen.
Stolzenau selber erreicht man bequem zu Fuß vom Anleger.
Stolzenau selbst ist ein richtig hübscher, süßer Ort und – wie sollte es anders sein – wieder ein absolutes Paradies für Radfahrer. Eines steht fest: Hier liegen wir definitiv nicht das letzte Mal!
Wie geht es weiter?
Morgen nehmen wir Kurs auf Nienburg. Dort wollen wir wieder für zwei Nächte festmachen, uns ausgiebig die Stadt anschauen und natürlich die nächsten Radtouren planen. Aber jetzt machen wir es uns erst mal an Bord gemütlich und fiebern beim WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao mit. Daumen drücken!
Liebe Grüße von Bord
André & Bianka



